Auf dieser Seite stellen wir interessante und witzige Dinge vor, die sich in der bald 40-jährigen Geschichte der Stadtkapelle angesammelt haben. Jeden Monat präsentieren wir neu ein Fundstück aus unserem Probenraum oder Notenkammerl.

Fundstück des Monats September – Freude!

Wer kann sich noch erinnern? Vor zehn Jahren führte die Stadtkapelle zusammen mit dem Kinder- und Jugendchor der Pfarrei St. Josef und den Solosängern Romy Börner und Andreas Breiter das Musical „Freude“ im Neunburger Burghof auf. Das von Kurt Gäble komponierte Musical erzählt die Geschichte eines reichen Geschäftsmannes, der zuerst seine Freude verliert und dann wieder findet.

Fundstück des Monats August – So wichtig wie ein Passauer Weißwurstkropf

Die Saxophone haben es in der traditionellen Blasmusik nicht leicht. Puristen verdammen das Instrument und auch sonst wird es manchmal nur geduldet. Der Komponist des untenstehenden Stückes hat es sogar deutlich in die Noten geschrieben, für wie wichtig er die Saxophonstimmen hält. Zumindest vergönnt er ihnen 15 Takte Jazz. Ansonsten bleibt nur schlafen, Bier trinken und Brotzeit machen 😉

Fundstück des Monats Juli – Hanschriftliches

Heutzutage geht der Anteil an Gedrucktem rapide zurück und Selbstgeschriebenes wird immer mehr zur Seltenheit. Da wirken Musikstücke, bei denen der komplette Notensatz handgeschrieben ist, wie ein Relikt aus einer anderen Zeit.

In unserem Notenarchiv haben wir noch einen ganz Packen davon liegen. Meist handelt es sich dabei um Notenmappen mit verschiedenen Stücken für Auftritte. Wie alt sie sind, wissen wir nicht. Vielleicht musste damals jeder Musiker auch seine Noten selbst schreiben.

Möglicherweise werden die Noten irgendwann wieder zum Leben erweckt – denn ob gedruckt oder handgeschrieben, die Musik und die Liebe zu ihr bleiben dieselbe.

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Manche Stücke tragen auch so pragmatische Titel wie No. 1.

Fundstück des Monats Juni – Der Ursprung der Tracht

Inzwischen hat der Sommer begonnen und damit für uns auch die Festzugsaison. Ein gute Anlass, um sich ein wenig mit unserer Tracht zu beschäftigen. Warum sieht die Tracht der Neunburger Stadtkapelle so aus, wie sie aussieht? Dafür haben uns dankenswerterweise das Schwarzachtaler Heimatmuseum und Theo Männer folgendes Foto zur Verfügung gestellt. Es zeigt eine Votivtafel aus dem Jahr 1817 für den glücklichen Ausgang einer Schussverletzung. Und darauf ist eben die Vorlage für unsere Spielbekleidung zu sehen. Man sieht also: unsere babyblauen Kniestrümpfe und das „Russenkappl“ als Trachtenhut haben ihren Grund bzw. ihr historisches Original 😉

Die Figuren tragen eine typische Tracht aus der Neunburger Gegend.
Die Figuren tragen eine typische Tracht aus der Neunburger Gegend.

Fundstück des Monats Mai – Tipps für den Dirigenten

In knapp zwei Monaten steht uns schon wieder die Burghofserenade ins Haus, d.h. dass jetzt auch die Proben länger und konzentrierter werden.

Passend dazu ist das aktuelle Fundstück ein schmaler Dirigenten-Leitfaden für die Probe mit dem Blasorchester. Genaugenommen sind es mehrere zusammengetackerte DIN A4-Seiten. Der Schreibstil und die Maschinenschrift lassen darauf schließen, dass die Abfassung schon einige Zeit zurückliegt.

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Nachfolgend noch zwei der schönsten Perlen aus dem Text:

„Zum Schluss der Probe sollte der Dirigent ein Stück nehmen, dass alle Musiker gern spielen und das sie gut beherrschen. Dabei wird deutlich, daß sich die Anstrengungen des Probens gelohnt haben. Vom Erfolgserlebnis beflügelt setzen sich die Musiker zur Entspannung und zur Pflege der Kameradschaft beim Trunk zusammen.“

„Musiker sollen zur Mündigkeit erzogen werden. Wenn der Dirigent alle Anweisungen, die in den Noten stehen, immer wieder vorliest und erläutert, lernen seine Musiker nie selbstständig zu lesen.“

Fundstück des Monats April – Fanartikel

Das Fundstück in diesem Monat ist nicht wirklich ein Fanartikel. Und in der Zeit, aus der es stammt, waren „Merchandising“ und „Corporate Design“ wahrscheinlich den wenigsten ein Begriff.  Aber das unten abgebildete Schnapsfässchen würde gut in diesen Bereich passen. Früher wurde es bei Festzügen mitgeführt, heute wird es allein schon aus hygienischen Gründen nicht mehr verwendet. Auf dem Schwarz-Weiß-Foto sieht man es ganz links noch „im Einsatz“ (danke an die Facebook-Seite „Neunburg Fundstücke“, die es zur Verfügung gestellt hat).

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Detailansicht

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undatiertes Gruppenbild der Stadtkapelle

Fundstück des Monats März – Schweigen ist Gold

Wenn ein Musiker „tacet“ (lat. er/sie schweigt) in seinen Noten liest, dann weiß er, dass er Pause hat. Typischerweise heißt es bei Wiederholungen „1.x tacet, 2.x play“ (ein Beleg, dass wir Musiker mehrsprachig sind).

Bei den unten abgebildeten Noten dürften sich die Schlagzeuger allerdings nicht über allzu viel Arbeit zu beschweren haben.

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Tambour grand ist übrigens die große Trommel.
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Und falls sich jemand berechtigterweise fragt, warum man noch Noten braucht, wen man sowieso nichts zu spielen hat: Das Notenblatt ist zweiseitg bedruckt.